Wo die Koordinaten liegen
Handys schreiben Breite, Länge und manchmal Höhe meist in ein EXIF-GPS-IFD. Editoren kopieren dieselben Zahlen gelegentlich nach XMP. Es sind Dezimalgrade, keine Straßenadresse. Reverse Geocoding (aus dem Punkt „Musterstraße 12“ machen) ist ein zweiter Schritt, den ein Mensch oder ein Tool gehen kann.
Kameragehäuse ohne GNSS-Chip schreiben in der Regel kein GPS, außer ein Handy oder Logger hat es später ergänzt.
Datei-GPS, Ortsmarke, Motiv
- Datei-GPS — Bytes im Bild, meist ein EXIF-GPS-IFD. Die Datei, die rausgeht, im Metadaten-Cleaner öffnen.
- Ortsmarke — ein Ort, den du in Instagram, Facebook oder Karten anhängst. Steht nicht im JPEG. EXIF löschen macht den Pin nicht ungesagt.
- Motiv — Hausnummer, Ladenschild, Fensterblick. Kein Metadaten-Tool entfernt das.
Wann das iPhone sie schreibt
Auf dem iPhone folgt die Kamera-App den Ortungsdiensten und der Standortberechtigung für Kamera. Ist die aus, bekommen neue Fotos in der Regel keine Koordinaten. Alte Fotos auf der Platte behalten, was schon drinstand.
Android-Kamera-Apps unterscheiden sich je nach Hersteller. Die Faustregel bleibt: Standort-Tagging ist eine Einstellung, kein JPEG-Naturgesetz. Ein WhatsApp-Dokument und eine komprimierte Vorschau sind verschiedene Dateien.
Was GPS-Daten nicht verraten
- Sie beweisen nicht, wer die Kamera gehalten hat.
- Sie überleben nicht jedes erneute Komprimieren in Chat-Apps — darauf sollte niemand eine rechtliche Argumentation stützen.
- Sie sind nicht C2PA. GPS zu löschen entfernt kein KI-Label, das eine Plattform aus anderen Signalen gebaut hat.
Die Datei prüfen, die wirklich rausgeht
Download oder Export ist nicht immer das Kameraoriginal. Vor dem Senden die konkrete Datei im Metadaten-Cleaner öffnen. Stehen Koordinaten drin, eine Freigabekopie erzeugen. Verwandt: kann ein Foto den Standort verraten.